Porträt » Persönlichkeiten

| Johann Sebastian Bach |
(21.3.1685-28.7.1750)
Der 18-jährige Johann Sebastian, der zu der Zeit Violinist in Weimar war, wurde zur Abnahme der Orgel in der Neuen Kirche eingeladen, später wurde er Organist an der Kirche. Seine 1. Ehe schloß er in Dornheim. Nachdem er 4 Jahre an der Kirche tätig war verließ er Arnstadt und nahm eine Organistenstelle in Mühlhausen an.


| Friederike Henriette Christiane Eugenie |
„Marlitt“ (geboren am 5.12.1825)
Von 1844-1846 absolvierte sie in Wien eine Ausbildung als Opernsängerin. 1847 spielte Eugenie John die Rolle der Gabriele in Kreutzers Oper „Das Nachtlager von Granada“. 1853 mußte sie die Laufbahn als Sängerin wegen Schwerhörigkeit aufgeben. Nach der Trennung von Ihrem Mann lebte sie in Oehringen (Süddeutschland). 1863 kehrte Eugenie John nach Arnstadt zurück. Mit dem Erlös der Buchausgabe „Reichsgräfin Gisela“ konnte sich Marlitt einen Lebenstraum erfüllen. 1871 zog sie in ihr eigenes Heim - die Villa Marlitt. Marlitts Rheumaleiden zwang sie zu dieser Zeit bereits an den Rollstuhl, den sie nicht mehr verlassen konnte. Von ihrer Krankheit erholte sie sich nicht mehr und starb 22. Juni 1887 in ihrer Villa.



| Ludwig Bechstein |
(geboren am 24.11.1801 Weimar)
Im Herbst 1818 kam Ludwig Bechstein nach Arnstadt um in der Kühnschen Apotheke unter der Galerie seine Lehrzeit zu beginnen. Doch bald stellte er fest, dass dieser Beruf seinen Vorstellungen nicht entsprach. Seine Lehrzeit endete 1822, nach vier Jahren, er blieb aber noch für zwei weitere Jahre in Arnstadt als Gehilfe. 1823 schrieb er "Thüringische Volksmärchen" als erste eigene Schrift. Von Ende 1824 bis Anfang 1826 war Bechstein in der Meininger Hofapotheke tätig. Am 14. Mai 1860 starb Ludwig Bechstein im Alter von 59 Jahren.


| Georg Wilhelm Heinrich Häring |
„Willibald Alexis“ (geboren am 29.6.1798 Breslau)
Er gehört zu den Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts, die sich mit ihren Werken vor allem um den Vormärz und Nachmärz einen Namen gemacht haben. Der Dichter kam im Juli 1851 mit seiner Frau Lätitia, die er 1838 geheiratet hatte, ins Solbad Arnstadt. Am 9. August 1852 stellte Alexis ein Gesuch um Überlassung eines Kommunalbauplatzes zum Bau eines Wohnhauses an die Stadt Arnstadt. Das im Sommer 1854 fertig gestellte Haus im Schweizer Stil, war als Sommerwohnsitz gedacht und wurde so auch bis 1858 genutzt. Die Aufenthaltsdauer in Arnstadt richtete sich nach dem Gesundheitszustand der Härings .Doch der infolge seines ersten Schlaganfalls 1856 immer kranke Alexis war bald gezwungen, seinen Berliner Wohnsitz aufzugeben. Neben den besseren klimatischen Bedingungen in Thüringen waren auch die hohen Kosten einer doppelten Haushaltsführung dafür der Grund. Am 12. April 1860 erlitt Alexis einen zweiten Schlaganfall. Auf der rechten Seite gelähmt, war er an den Rollstuhl gefesselt. Am 16. Dezember 1871 starb Alexis in Arnstadt und wurde auf dem Alten Friedhof beigesetzt. Als Zeichen des Dankes und der Ehrung errichteten seine märkischen Freunde 1911 einen Granitfindling als Grabstein.

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